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Nachhaltige Klimaneutralität ist möglich
So wie Lüneburg und andere Hochschulen auf der ganzen Welt kann auch die Universität Graz klimaneutral werden und ihre CO2-Bilanz in den Bereichen Strom, Heizung und Mobilität auf Null bringen. Auf dem Weg dorthin warten aber noch einige Herausforderungen.
Elektrische Geräte, die Beleuchtung, die Beheizung und Kühlung von Räumen, die täglichen Wege der MitarbeiterInnen und Studierenden - all das führt zu einem Bedarf an Energie, der heute noch in vielen Fällen durch den Einsatz fossiler Brennstoffe gedeckt wird. Das wiederum führt zu Treibhausgas-Emissionen in einem Ausmaß, das aufgrund der Größe der Universität nicht zu vernachlässigen ist. Um nun die Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren, gibt es drei Möglichkeiten:

1. Reduktion des Energiebedarfs: Effizienter Geräteeinsatz, gute Wärmedämmung und kurze Wege können die benötigte Energiemenge drastisch verringern. Dazu sind neben technischen Verbesserungen aber auch Verhaltensänderungen notwendig.

2. Umstieg auf Erneuerbare Energien: Strom und Wärme lassen sich heutzutage problemlos aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse erzeugen. Dennoch ist ein rascher Umstieg auf Erneuerbare nur dann realistisch, wenn es auch gelingt, den Energiebedarf ein wenig zu reduzieren.

3. Kompensation der Emissionen: Heutzutage kann jede/r den CO2-Ausstoß von Flügen durch die Förderung von Windparks in China kompensieren. Wirklich nachhaltig ist das jedoch nicht, denn in die Atmosphäre gelangt das Kohlendioxid trotzdem. Daher ist dieser Weg im Sinne einer nachhaltigen Klimaneutralität nur in jenen Fällen denkbar, wo eine Energiegewinnung mit Erneuerbaren absolut nicht möglich ist.

Welche dieser Möglichkeiten letzten Endes in welchem Umfang genutzt wird, hängt von den Rahmenbedingungen an der Universität ab. So ist zu berücksichtigen, dass etwa die Zahl der Studierenden, aber auch die Größe der Raumflächen in den letzten Jahren sukzussive zugenommen hat. Außerdem kosten viele Maßnahmen Geld, das nicht im Übermaß vorhanden ist. Und es kann sein, dass einige Maßnahmen Verhaltensänderungen bedingen, deren Popularität sich in Grenzen hält. Welche Herausforderungen darüber hinaus in den einzelnen Bereichen warten, erfahren Sie auf den folgenden Seiten: