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Dienstag, 10.02.2026

Stromverbrauch gesunken: Uni Graz auf gutem Weg

Hauptgebäude der Uni Graz mit vier "We work for tomorrow"-Fahnen davor ©Universität Graz

Die Uni Graz arbeitet daran, ihre Umweltleistungen kontinuierlich zu verbessern. Das Ziel: Klimaneutralität bis 2040. Foto: Uni Graz/Julina Raggautz

Auch heuer hat die Uni Graz wieder die EMAS-Zertifizierung erhalten. Seit der Einführung dieses Umweltmanagementsystems 2016 wurde das Gütesiegel alle drei Jahre nach erfolgreich bestandenen Audits erneuert. Als EMAS-zertifizierte Organisation ist die Universität verpflichtet, ihre Umweltleistungen systematisch zu verbessern und auf allen Ebenen zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Dokumentiert werden die Fortschritte in der jährlichen Umwelterklärung. Jene für 2024 wurde kürzlich veröffentlicht. Besonders erfreulich: Der Stromverbrauch war der niedrigste seit Beginn der EMAS-Aufzeichnungen.


Von erfolgreichen Maßnahmen zur Förderung klimafreundlicher Mobilität bis zum Graz Center of Physics, einem Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen – die Universität Graz übernimmt in allen Bereichen Verantwortung für eine lebenswerte Zukunft. Was das konkret bedeutet, zeigt die jährliche Umwelterklärung. Sie gibt Auskunft über Ziele, Maßnahmen und wichtige Umweltkennzahlen, wie etwa Energieverbrauch, CO2-Emissionen oder Abfallmengen. „Mit diesem Bericht schaffen wir Transparenz, machen unsere Aktivitäten sichtbar und stärken gleichzeitig das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln in der Gesellschaft“, so Rektor Peter Riedler.

Dass die Uni Graz ihren Stromverbrauch 2024 trotz Flächenzuwachs senken konnte, ist zahlreichen kleinen und größeren Maßnahmen zu verdanken. Dazu gehört die Steigerung der Energieeffizienz etwa durch den Umstieg auf LED-Beleuchtung in vielen Bereichen oder auch die reduzierte Anwesenheit von Mitarbeiter:innen in der Weihnachtszeit. Intensivere Anstrengungen in Sachen Klimaschutz braucht es allerdings noch in den Bereichen Fernwärmeverbrauch und dienstliche Mobilität. Hier sind die Emissionen wieder gestiegen, was sich auch in der Treibhausgasbilanz insgesamt niederschlägt. 

Zu den Highlights des Jahres 2024 zählt hingegen die Entwicklung einer Strategie zur Förderung der Biodiversität am gesamten Campus. Damit leistet die Uni Graz einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Artenvielfalt. Die Campusflächen vernetzen als Trittsteinbiotope den Stadtpark und Schlossberg mit dem Rosenberg, Hilmteich und Leechwald. Zur Verbesserung ihrer Funktion im grünen Korridor werden in Zusammenarbeit mit Expert:innen zusätzliche Rückzugsorte und Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt geschaffen.

Umwelterklärung der Uni Graz 2024.pdf

Ökoprofit-Gütesiegel
Ein sichtbares Zeichen für das Engagement und die Erfolge im Umwelt- und Klimaschutz ist unter anderem das Ökoprofit-Gütesiegel. Die Stadt Graz verlieh es Ende November 2025 erneut an die Uni Graz für die „sehr ausführliche und vorbildliche Dekarbonisierungstrategie. Vorbildlich sind die 630 neu geplanten Fahrradstellplätze, die Pflanzung zahlreicher Bäume sowie der Rückbau der Pkw-Stellplätze beim Center of Physics“, so die Begründung der Kommission. Seit 2005 nimmt die Universität an diesem Programm teil. Im Rahmen von Ökoprofit erhält sie Unterstützung durch Umweltberatung, Weiterbildungsangebote zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen sowie die Möglichkeit des Austausches von Best-Practice-Beispielen mit anderen Betrieben, die dieses Gütesiegel tragen. 

Zudem ist die Uni Graz seit 2024 Teil des Netzwerks von mittlerweile rund 100 Organisationen, Unternehmen und Vereinen in Graz, die den „Klima-Pakt #bindabei“ unterzeichnet haben. Das gemeinsame Ziel: Klimaneutralität bis 2040.

Umfassende Informationen über Ziele, Aktivitäten und Leistungen der Universität im Klima- und Umweltschutz finden sich auf der Website „Klimaneutrale Uni Graz“.

Erstellt von Gudrun Pichler

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