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Roadmap zur klimaneutralen Uni Graz

Auf dem Weg zur klimaneutralen Uni Graz werden gezielt Maßnahmen gesetzt, um die Emissionen, die am Campus entstehen, zu reduzieren. Die Roadmap geht dabei von der aktuellen Treibhausgasbilanz der Uni Graz aus, welche die entsprechenden Emissionsverursacher gezielt aufschlüsselt.

Die Ausgangsbasis: die Treibhausgasbilanz der Uni Graz

Die Emissionen der Uni Graz sollen bis 2030 sukzessive reduziert werden. Die Berechnung einer Ausgangs-Treibhausgasbilanz ist dabei im Rahmen des Carbon Managements der erste Schritt, um zielgerichtete Maßnahmen zu setzen. Die Treibhausgasbilanz stellt den Ausgangswert des Fahrplans zur klimaneutralen Uni Graz dar und errechnet sich aus den durchschnittlichen Emissionen der Jahre 2015 bis 2019. Die Emissionen können in die folgenden Kategorien gegliedert werden: Energie, Mobilität, Ressourcen, Gebäude und Finanzen. Ergänzend trägt natur-basierte Kohlenstoffspeicherung zur Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre bei.

Maßnahmen bis 2030

Die Maßnahmen zur Gestaltung eines klimaneutralen Universitätsbetriebes ergeben sich aus der berechneten Treibhausgasbilanz und umfassen Maßnahmen in den Bereichen Energie, Mobilität, Ressourcen sowie Gebäude und Finanzen.

Energie

Ziel 2030: Senkung der Emissionen um 90 Prozent (elektrische Energie) bzw. 80 Prozent (thermische Energie).

Bis zum Jahr 2030 sollen die Emissionen im Bereich der elektrischen Energie um 90 Prozent und die Emissionen im Bereich der thermischen Energien um 80 Prozent reduziert werden. Die Uni Graz setzt zum einen auf Energieeffizienz-Steigerung und Energieeinsparungen, zum anderen wird auch die Produktion und der Bezug von grüner Energie forciert. Bereits seit 2019 bezieht die Uni Graz ausschließlich Strom aus zertifiziert erneuerbaren und regionalen Quellen. Neben dem laufenden Ausbau von Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen hat die Uni Graz damit als eine der ersten österreichischen Universitäten einen wichtigen Schritt gesetzt. Ebenso werden thermische Gebäudesanierungen sowie Wärme- und Kühlungseffizienz-Steigerungen die Zielerreichung unterstützen.

Energie

Mobilität

Ziel 2030: Senkung der Emissionen um 44 Prozent.

Ziel der Uni Graz ist es, die Mobilitätsemissionen bis 2030 um 44 Prozent zu senken (im Vergleich zur Ausgangs-Treibhausgasbilanz). Im Mobilitätsmanagement setzt die Universität Graz weiterhin auf die Förderung der Öffi-Tickets im Raum Graz, sowie der Förderung des „KlimaTickets“. Ebenso sind für einen nachhaltigen Pendelverkehr die Förderung des Uni Graz-Fahrrads, der e-Fahrräder, sowie der e-Ladeinfrastruktur entscheidend. Zur Förderung der nachhaltigen Dienstreisemobilität spielt der Green Academia Award eine wichtige Rolle, der ab 2023 an die erfolgreichsten Wissenschaftszweige vergeben wird.

Mobilität

Ressourcen

Ziel 2030: Senkung der Emissionen um 55 Prozent.

Neben nachhaltigen Beschaffungszielen von Büromaterialien ist der effiziente Umgang mit Materialien entscheidend. Ein Beispiel, bei dem nachhaltige Beschaffung und effizienter Umgang mit Materialien Hand in Hand wurde an der Uni Graz bereits umgesetzt: der vollständige Umstieg auf Recyclingpapier, sowie die Voreinstellung „doppelseitiger Druck“ konnten dabei helfen, den Materialverbrauch zu reduzieren und die Nachhaltigkeit von Materialien zu steigern. Daneben werden die Abfalltrennsysteme laufend ausgebaut, und es wird eine campuseigene Hygiene-Papierpresse zur zirkulären Rückführung dieser Abfälle betrieben. Neben Büromaterialien haben auch IT-Geräte einen wichtigen Stellenwert zur Emissionsreduktion. Die Nutzung der IT-Geräte, wie PC und Laptops, wurde auf mindestens fünf Jahre erhöht.

Ressourcen

Gebäude und Finanzen

Ziel 2030: Senkung der Emissionen um 50 Prozent.

Neubauten werden auf Basis des Positionspapiers der „Allianz Nachhaltiger Universitäten" errichtet. Eine klimagerechte Bauweise steht dabei im Vordergrund. Bei der Erschließung neuer Standorte wird auf die größtmögliche Minimierung der Klimaauswirkungen geachtet. Im Finanzbereich wird auf eine umweltorientierte Veranlagung anhand von zertifiziert nachhaltigen Veranlagungen geachtet. Dieser Anteil soll bis 2030 weiter erhöht werden.

Gebäude und Finanzen

Kohlenstoffspeicherung

Speicherung der restlichen 32 Prozent bis 2030. Bis 2040 darf der Anteil der Emissionsspeicherung nur noch höchstens 10 Prozent ausmachen.

Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre durch Beitrag zu natur-basierter Kohlenstoffspeicherung mindestens im Ausmaß der restlichen 32 Prozent Emissionen bis 2030. Bis 2040 darf dieser Speicherungsanteil zur Erreichung der Klimaneutralität nur noch höchstens 10 Prozent ausmachen. Bis 2030 möchte die Uni Graz ihre strategische Beteiligung an Kohlenstoffspeicherung in land- und forstwirtschaftlichen Böden, Wäldern und Feuchtgebieten gemeinsam mit Praxispartnern in Österreich aufbauen. Durch Forschung und enge Forschung-Praxis-Kooperation werden dabei auch Land- und ForstwirtInnen und weitere Organisationen unterstützt, neben Schwerpunkt auf Emissionsabbau einen naturverträglichen Beitrag zur Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre zu leisten.

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